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Bruststraffung

Die Brust der Frau ist nicht nur entscheidend für die Figur, sondern wird vor allem als Symbol für Weiblichkeit und Sexualität gesehen. Sie kann aber auch Altersvorgänge und Kinderzahl signalisieren. Obwohl Kinder etwas sehr Schönes sind und die meisten Menschen nicht wirklich etwas gegen das Älterwerden einwenden, so können doch gerade diese Erscheinungen an der Brust wie Schwangerschaftsstreifen oder „Hängen“ zu einer Belastung der Psyche führen, die sich in Unsicherheit, Kontaktarmut oder auch Minderwertigkeitskomplexen wiederspiegeln kann.

Mit der operativen Bruststraffung kann man diese Situation korrigieren. Es handelt sich hierbei zwar um keine kleine Operation, doch für einen versierten Chirurgen ist die Straffung der Brust heute ein Routineeingriff, der in moderner Vollnarkose durchgeführt wird. Ziel ist durch eine Verkleinerung des Hautmantels bei gleich bleibendem Volumen eine Straffung der Brust, im Allgemeinen mit einer entsprechenden Anhebung und oft auch mit einer Verkleinerung der Brustwarze zu erreichen. Dabei sollten die Sensibilität der Brustwarze und die Stillfähigkeit weitestgehend erhalten bleiben.

Es gibt dabei zwei ganz grundsätzlich verschiedene OP-Richtungen:
A. Abtrennen der Brustwarze, Verkleinerung des Hautmantels und Wiederannähen der Brustwarze (dieser Eingriff ist quick and dirty).
B. Mikropräparation um die Brustwarze, Verkleinerung des Hautmantels und Verschiebung der intakten Einheit Brustwarze-Milchkanälchen-Brustdrüse in die gewünschte neue Position (dieser Eingriff ist filigran und zeitaufwändiger).
Dr. Dr. med. Bert Grundmann führt die Methode A wegen des Prinzips der Verstümmelung grundsätzlich nicht durch, sondern operiert ausschließlich nach der schonenderen Methode B!

Die Operation:
Zunächst wird im Stehen eine Planung des Eingriffes vorgenommen, wobei auf der Haut exakte Markierungen mit einem Farbstift eingezeichnet werden. In Narkose wird dann der überschüssige Hautmantel um und unterhalb der Brustwarze filigran „geschält“ und nur der oberflächige Anteil entfernt.

Anschließend wird die Einheit Brustwarze-Milchkanälchen-Brustdrüse mit der Mehrzahl der zuführenden Nerven und Blutgefäße vorsichtig in die neue Position geschoben und die Wundränder vernäht. Es entsteht dabei immer eine Narbe um die Brustwarze herum sowie eine senkrechte unterhalb der Brustwarze. Abhängig vom Ausmaß der Straffung kann auch eine mehr oder weniger kleine (und unbedeutende) Narbe horizontal in der Brustfalte entstehen.

Die Einlage einer Drainage ist meistens nicht nötig, da der Eingriff in dieser Form durchgeführt, überwiegend oberflächig ist und praktisch keinen Blutverlust aufweist. Das Entscheidende ist der Zeitfaktor (bis zu 1,5 bis 2 Std).
Sie müssen mit 1 bis 2 Tagen Klinikaufenthalt rechnen. Im Allgemeinen besteht Schmerzfreiheit, aber durchaus vermehrt Schwellung und Spannungsgefühl. Wir empfehlen für 1 Woche eine engmaschige Kühlung. Nach 2 Wochen werden die Fäden gezogen und, ganz wichtig (!), dann unmittelbar mit dem Narbenreduktionsprogramm begonnen (3 bis 4 Monate). Für 6 Wochen wird ein Spezial-BH getragen und in dieser Zeit weder Sport noch Sauna ausgeübt. Nach 4 bis 5 Tagen können sie normale Berufstätigkeit wieder aufnehmen.
Ein endgültiges Resultat wird nach ca. einem Jahr erreicht, die Narbenabheilung kann durchaus bis zu 2 Jahre Zeit in Anspruch nehmen.

Zu beachten ist noch das sogenannte „Pseudohängen“. In einigen Fällen, vor allem nach Schwangerschaft, aber manchmal auch nur altersbedingt, kann der Eindruck eines Hängens der Brust bestehen. Die wirkliche Ursache ist aber lediglich ein eingetretener Volumenmangel. In solch einem Fall lässt sich durch Normalisierung des Brustvolumens (z.B. Brustvergrößerung) relativ einfach der Eindruck des Hängens wieder beseitigen.

 

 

 

 

 

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